Alain Soral: der neue Klassenkampf

Der französische Schriftsteller Alain Soral schildert den neuen Klassenkampf
zwischen „sesshaften Produzierenden“ und „nomadenhaften Raubtieren“.

NAMEN:

Emmanuel Todd: http://de.wikipedia.org/wiki/Emmanuel_Todd
Jacques Attali: http://de.wikipedia.org/wiki/Jacques_Attali
Bernard-Henry Lévy: http://de.wikipedia.org/wiki/Bernard-Henri_L%C3%A9vy
Michel Onfray: http://de.wikipedia.org/wiki/Michel_Onfray
Alain Minc: http://de.wikipedia.org/wiki/Alain_Minc
Tarik Ramadan: http://de.wikipedia.org/wiki/Tarik_Ramadan
Camel Bechikh ist Präsident des Vereins „Fils de France“ (muslimische Patrioten): http://www.filsdefrance.fr/

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„Faschist“ von Pier Paolo Pasolini

Erste deutsche Übersetzung (aus dem Französischen!) eines Textes, der in der französichen Ausgabe der „Freibeuterschriften“ erschien. Der Text ist die Niederschrift eines Interviews, das im „Europeo“ am 26.12.1974 erschienen ist. Er weist Kürzungen auf, die von Pasolini gemacht wurden. Diese entsprechen dem Wechsel der Bilder.

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Alain Soral über den Feminismus

Die Untertitel als Text

Man muss zwischen „Feminismus“, „Frau“ und „Weiblichkeit“ genau unterscheiden.
Der Feminismus ist eine politische Bewegung. Ähnlich wie der Marxismus, der behauptet, die Geschichte bestehe aus einem Klassenkampf, behauptet der Feminismus, die Geschichte bestehe aus einem „Geschlechterkampf“.
Das Ziel der Geschichte sei es, die Frauen von der Unterdrückung der Männer zu befreien. Das ist eine Weltanschauung, die ich als „Opfer-Kommunitarismus“ bezeichne, das heißt eine einseitig determinierte Sichtweise, die behauptet, dass die Frauen an sich von den Männern unterdrückt sind und befreit werden müssen.
Das ist die erste seriöse Definition des Feminismus.
Die oftmals legitimen feministischen Forderungen nach einer Befreiung der Frau werden manipuliert, um sie der Konsum- und Arbeitnehmergesellschaft zur Verfügung zu stellen, was ein und dasselbe ist.
Um zu kaufen, ist ein Gehalt nötig. Die feministischen Forderungen nach Befreiung wurden benutzt, um die Frauen zum bezahlten Arbeiten zu bringen, um aus ihnen Arbeitnehmerinnen und Konsumentinnen zu machen.
Es hat in den USA mit der „Theorie der neuen Frau“ angefangen, die die Frauen dazu brachte, den häuslichen Herd, der keine direkte Kaufkraft bietet, zu verlassen und Schuldgefühle zu entwickeln, so dass die Frauen sich bewusst werden bzw. ihr Bewusstsein dazu gebraucht wird zu denken, dass Hausfrau, Ehefrau und Mutter ein Verlust, ein Schmerz und eine Erniedrigung ist.
Das führt dazu, dass die Frauen von der Machtsphäre ihres Mannes zur Machtsphäre ihres Chefs überreicht werden, was ziemlich zweideutig ist zweifelhaft.
Schließlich führt der feministische Kampf zu einer doppelten Unterdrückung, in der die Frauen sowohl ihrem Mann als auch ihrem Chef ausgesetzt sind!
Das ist der so genannte „doppelte Arbeitstag“, das heißt gleichzeitig Mutter und Arbeitnehmerin sein, was den Alltag der Frauen vor allem in den Volksschichten häufig verschlechtert hat, statt ihn zu verbessern.
Dasführt zu einer weiteren Feststellung, nämlich, dass der Feminismus die Klassenunterschiede nicht berücksichtigt, weil es die Frauen der Bourgeoisie waren, die Interesse an der feministischen Emanzipation hatten und diese haben diese Tatsache selten erkannt. Drei von vier feministischen Kämpferinnen sind Großbürgerinnen, die versuchen sich von der Rolle als „Hausfrau“ oder „ausgehaltene Frau“ oder „Mutter“ befreien wollen, um die Zivilgesellschaft zu gelangen, die in ihren Augen mehr, bzw. interessante Berufe bietet. Sie können Anwältin, Forscherin, Buchhändlerin usw. werden. Während es bei den Volksschichten bedeutet, nicht nur Hausfrau und Mutter zu sein, sondern beispielsweise auch Fließbandarbeiterin.
Interessant dabei ist, dass bei den Volksschichten die Befreiung der Frau darin besteht, dem Produktionsimperativ, der Arbeitswelt zu entkommen, um eventuell eine ausgehaltene beziehungsweise eine Hausfrau zu werden, was ein Wunsch und ein Luxus für die Frauen der Volksschichten ist, nämlich dem Produktionsimperativ der Arbeit zu entkommen, während in der Bourgeoisie die Arbeit ein Mittel ist, damit die Dame des Hauses der Langeweile entkommt, um Zugang zu einem interessanteren Sozialleben mit interessanten Berufen zu haben.
Es gibt also einen Gegensatz zwischen dem, was die Frau aus der Bourgeoisie und dem, was die Frau aus den Volksschichten unter „Befreiung“ versteht. Dem Feminismus ist dieser Widerspruch nur selten aufgefallen.
Die meisten feministischen Führerinnen sind Frauen aus der Bourgeoisie. Er entspringt der Sensibilität einer linken Großbürgerin.
Das habe ich in meinen Untersuchungen festgestellt und ich glaube nicht, dass man diese Schlüsse bestreiten kann, die aber oft kritisiert wurden, und zwar nicht mit Argumenten, sondern mit Unterstellungen: es handele sich um Macho-Benehmen, um Verachtung der Frauen usw.
Für eine Frau ist es möglich zu arbeiten, wenn jemand sich um ihre Kinder im Babyalter kümmert. Man vergisst oft, dass sich hinter der emanzipierten, feministischen Frau eine andere Frau verbirgt, die einer doppelten Belastung ausgeliefert ist: beispielsweise die Putzfrau oder die Babysitterin, die sich sowohl um die Kinder der emanzipierten Großbürgerin als auch um ihre eigenen kümmert. Die Befreiung der Frauen findet oft unausgesprochen auf Kosten anderer Frauen statt, die einer doppelten Belastung ausgesetzt sind.
Das Problem, wenn man Kinder auf die Welt bringt, sie erzieht und gleichzeitig arbeitet, ist, dass die Arbeitszeit multipliziert wird, während die Tage nicht dehnbar sind und weder Frauen noch Männer überall zugleich sein können. Die Frage ist also: Wie stellt man das an? Was macht man mit seinen Kindern im Babyalter, wenn man acht Stunden/Tag arbeiten muss? Es gibt Frauen, die sich eine Babysitterin leisten können, um arbeiten zu gehen. Das heißt, dass ihr Gehalt höher sein muss als das, was die Babysitterin kostet. Doch für die Frauen der Volksschichten würde eine Frau, die sich um ihre Kinder kümmert, mehr kostet als das, was sie selbst verdienen. Es ist also keine freie Wahl, sondern eine Frage der Klassenposition. Im Endeffekt sind die Frauen der Volksschichten dadurch zu einem „doppelten Arbeitstag“ verurteilt.
Das „Recht auf Arbeit“ ist irreführend, heutzutage herrscht die „Pflicht zu arbeiten“. Kaum ein Paar kann heutzutage von einem einzigen Gehalt leben, was übrigens der Beweis für einen sozialen Rückschritt ist. In den Arbeiter- oder Angestelltenfamilien sind zwei Löhne nötig, um eine Familie zu ernähren.
In den Volksschichten ist mit dem Arbeiten aufzuhören ein Luxus: die Frau ist gezwungen zu arbeiten. Die Feministinnen stellen das „Recht zu arbeiten“ als eine hart erkämpfte Errungenschaft dar, dabei handelt es sich um eine Arbeitspflicht. Erstens ist es eine Pflicht und zweitens wird es von der Konsumgesellschaft so gewollt, da die Konsumgesellschaft den Markt immer erweitern will, braucht sie immer mehr Arbeitnehmer und immer mehr Kaufkräfte, braucht sie die Konsumfähigkeit.
Das, was die Feministinnen als eine hart erkämpfte Errungenschaft darstellen, war in Wirklichkeit von der Konsumgesellschaft gewollt, nämlich die Frauen auf den Arbeits- und Konsummarkt zu bringen. Deshalb sind die Feministinnen, die nie zahlreich gewesen sind, immer von den Medien und der Macht unterstützt worden, ganz anders als die wahren, sozialen und unisexen Kämpfe, weil sie, ohne es zu merken, den Interessen der Konsumgesellschaft dienten. Deshalb meine ich, dass die Feministinnen im Nachhinein als nützliche Idiotinnen der Konsum- und flächendeckenden Arbeitnehmergesellschaft erscheinen. Überall wo der Feminismus stärker wird, wird der Klassenkampf, beziehungsweise das Bewusstsein des Klassenkampfes schwächer. Der Feminismus ist dadurch ziemlich zweideutig. Je liberaler, je „bobohafter“[bobo = bourgeois-bohême] und kleinbürgerlicher die Gesellschaft wird und je größer die Reichtumsunterschiede werden, desto präsenter werden die Feministinnen und desto mehr Macht bekommen sie. Das lässt sich immer wieder feststellen.
Demzufolge denke ich, dass die Feministinnen leider die Rolle der nützlichen Idiotinnen und manchmal der Kollaborateurinnen in dieser Geschichte spielen. Ich habe einen großen Respekt für viele Frauen, die übrigens nie Feministinnen sind.
Sogar Marguerite Yourcenar machte sich über die Feministinnen lustig, weil sie sich dieser Falle bewusst war. Die hochintelligenten Frauen, die sich ihrer Weiblichkeit bewusst sind und die für ihre Freiheit kämpfen, haben immer die Lügen, die Naivität und die Dummheit des rein feministischen Kampfes angeprangert. Und selbst eine feministische Heldin wie Frau Halimi hat ein spätes Buch geschrieben, in dem sie zugibt, dass sie Feministin gewesen ist, um ihren Vater zu ärgern und dass es eigentlich um eine großbürgerliche Ödipusgeschichte geht.
Der Feminismus beschränkt sich oft auf eine ödipusartige und großbürgerliche Abrechnung. Das beste Beispiel dafür ist Simone de Beauvoir. Simone de Beauvoir liefert den Beweis, dass der Feminismus Scheiße ist. Voll und ganz! Ihre Beziehung zu ihrer Familie, ihre Beziehung zu Sartre, ihre Beziehung zur Linken, ihre Beziehung zu den Männern … Es ist von einer Naivität … es ist kleinlich, bösartig und unehrlich!
Ich wünsche mir, dass diejenigen, die sich für den Feminismus interessieren, so ehrlich sind und mal untersuchen, wofür Simone de Beauvoir steht. Was ihr philosophisches Schaffen, ihr politisches Engagement, ihre mondäne Zweideutigkeit angeht … das ist alles nicht sehr erfreulich! Da ist mir Louise Michel noch lieber.

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Thierry Meyssan über das Doppelveto und die Schlacht um Homs

5 Fragen an Thierry Meyssan (Damaskus, 14. Februar 2012)
– Die Konsequenzen des UNO-Doppelvetos?
– Welche Optionen haben die Imperialisten in Syrien?
– Der Sinn der Begegnung zwischen Lawrow und Assad?
– Eine zweite Front im Norden Libanons?
– Was ist während der Schlacht um Homs passiert?

Quelle: Réseau Voltaire

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Alain Soral spricht über Paris

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Syrien: fünf Fragen an Thierry Meyssan

5 Fragen an Thierry Meyssan über die Situation in Syrien
Syrien: eine Ansichtssache?
Welche Rolle spielt die Arabische Liga?
Wer sind die Beobachter?
Warum werden sie jetzt in Frage gestellt?
Wie wird Syrien von den Medien behandelt?

Quelle:

Réseau Voltaire

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Wahrheit über Gaddafi-Libyen: ein Erfahrungsbericht

Gespräch mit Ibrahim, einem aus Libyen stammenden Franzosen, aufgenommen in Paris am 3.09.2011 im Rahmen der Demonstration gegen den Militäreinsatz der NATO in Libyen.
Quelle: http://www.independenza-webtv.com/

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Israels nukleare Waffen: „Der Iran stellt keine Gefahr dar.“

Nachdem Mordechai Vanunu 18 Jahre im Gefängnis verbrachte, weil er 1986 aufdeckte, dass Israel heimlich zweihundert Atomwaffen besaß, ist es ihm noch nicht erlaubt, Israel zu verlassen, obwohl er sich das wünscht. Er ist Einschränkungen unterworfen, kann sich weder mit Ausländern treffen noch mit Journalisten sprechen. Was er uns 2005 in diesem aufschlussreichen Gespräch sagte, ist immer noch aktuell.

Mordechai Vanunu und im Hintergrund das Satellitenbild der Fabrik zur Herstellung von waffenfähigem Plutonium in Dimona (Israel).

Silvia Cattori: Worin bestand Ihre Arbeit in Israel vor Ihrer Entführung durch Mossad-Agenten in Rom im Oktober 1986?

Mordechai Vanunu: Neun Jahre arbeitete ich im Zentrum für Waffenforschung in Dimona in der Gegend von Beerscheba. Kurz bevor ich diese Stelle 1986 verließ, hatte ich Fotos innerhalb der Fabrik gemacht, um der Welt zu zeigen, dass Israel ein nukleares Geheimnis verbirgt. Meine Arbeit in Dimona bestand darin, radioaktive Elemente zu produzieren, die zur Herstellung von Atombomben verwendet werden sollten. Ich wusste genau, welche Mengen an spaltbarem Material produziert und welche Art von Bomben hergestellt wurden.

Silvia Cattori: Alleine der Welt zu verraten, dass Ihr Land heimlich die Atomwaffe besaß, bedeutete das nicht, ein großes Risiko eingehen?

Mordechai Vanunu: Ich hatte beschlossen, es zu tun, weil die israelischen Behörden logen. Sie verbreiteten und wiederholten, dass die israelischen Politiker keineswegs die Absicht hätten, sich Nuklearwaffen zuzulegen. Aber in Wirklichkeit produzierten sie viele radioaktive Substanzen, die nur das eine Ziel haben konnten, nämlich Atombomben herzustellen. Und zwar in großen Mengen: ich hatte gerechnet, dass sie schon damals, im Jahre 1986, mehr als zweihundert Atombomben hatten. Sie hatten auch begonnen, sehr starke Wasserstoffbomben zu produzieren. So habe ich mich dazu entschlossen, der ganzen Welt mitzuteilen, was sie insgeheim trieben. Außerdem wollte ich die Israelis daran hindern, Atombomben zu benutzen; letztlich, um einen Nuklearkrieg im Mittleren-Osten zu vermeiden. Ich wollte zum Frieden in der Region beitragen. Israel konnte anhand seiner überstarken Waffen, den Frieden diktieren: es musste überhaupt keine palästinensische Drohung befürchten, auch keine arabische, denn es besaß die nötige Ausrüstung, um zu überleben.

Silvia Cattori: Waren Sie um die Sicherheit der ganzen Region besorgt?

Mordechai Vanunu: Ja. Absolut. Ich habe das natürlich nicht für das israelische Volk gemacht. Die Israelis hatten diese Regierung gewählt, und diese Regierung hatte sich dazu entschlossen, sie mit Atomwaffen auszustatten. Wissen Sie, die Israelis verfolgen die Politik ihrer Regierung sehr genau … Aber, was mich betrifft, so überlegte ich aus der Perspektive der Menschheit, aus der Perspektive eines Menschen, aller Menschen, die im Mitteleren Osten und in der ganzen Welt leben. Denn, was Israel gemacht hatte, das konnten viele andere Länder auch machen.
Titelseite der britischen „The Sunday Times“ vom 5. Oktober 1986: „Die Geheimnisse des israelischen Kernwaffenarsenals sind ans Tageslicht gekommen.“

So habe ich im Interesse der Menschheit beschlossen, der ganzen Welt die Gefahr, die die geheimen israelischen Nuklearwaffen darstellen, mitzuteilen. Man war dabei, diese Waffen in mehreren noch nicht nuklearen Ländern zu verbreiten, unter anderem in Südafrika. Die Gefahr der Nuklearwaffen war real. Heute hat diese Gefahr nachgelassen.

Silvia Cattori: Wussten Sie, welchen Gefahren Sie sich aussetzten? Warum mussten ausgerechnet Sie und kein anderer ein solches Risiko eingehen?

Mordechai Vanunu: Natürlich wusste ich, was ich riskierte. Aber kein anderer hätte es machen können. Ich wusste, dass ich es mit der israelischen Regierung zu tun haben würde, dass ich nicht private Interessen, sondern die israelische Regierung und den jüdisch-israelischen Staat direkt angriff. Ich wusste also, dass sie mich bestrafen, mich töten, mit mir machen konnten, was sie wollten. Aber ich hatte die Verantwortung, der Welt die Wahrheit zu sagen. Kein anderer konnte es machen, es war also meine Pflicht. Koste es was es wolle.

Silvia Cattori: Hat Ihre Familie Sie damals unterstützt?

Mordechai Vanunu: Meine Familienmitglieder konnten meine Entscheidung nicht verstehen. Was sie am meisten störte, war die Entdeckung, dass ich zum Christentum konvertiert war. Für sie war es schädlicher und schmerzvoller als die Tatsache, dass ich die nuklearen Geheimnisse Israels enthüllte ‎‪‫‭‬‫‪… Ich respektiere sie, sie respektieren mein Leben … Wir sind uns nicht böse, aber wir sehen uns auch nicht mehr.

Silvia Cattori: Fühlen Sie sich alleine?

Mordechai Vanunu: Ja, klar. Ich bin alleine hier in der St. George’s Cathedral. Aber ich habe viele Freunde, die mich unterstützen.

Silvia Cattori: Unter welchen Bedingungen wurden Sie verurteilt  und eingesperrt?

Mordechai Vanunu: Mein Prozess wurde absolut geheimgehalten. Ich war alleine mit meinem Anwalt. Ich wurde wegen Spionage und Verrat verurteilt. Die israelischen Behörden haben sich an mir gerächt, indem sie mich während des gesamten Prozesses in Isolationshaft hielten. Niemandem war erlaubt, mich zu sehen oder mit mir zu sprechen, und sie verboten mir, mich an die Medien zu wenden. Sie haben viel Desinformation über mich verbreitet. Die israelische Regierung hat ihre ganze mediale Macht benutzt, um der Öffentlichkeit eine Gehirnwäsche zu verabreichen, einschließlich der Richter, und zwar dermaßen, dass sie mich ins Gefängnis steckten. So wurde mein Prozess geheimgehalten, und die Medien konnten die Wahrheit nicht erfahren; sie konnten mich nicht hören. Die Leute waren überzeugt davon, dass ich ein Verräter wäre, ein Spion, ein Krimineller. Es gab keinen Funken Gerechtigkeit in dieser Verurteilung. Aber es war nicht nur der Prozess: das Grausamste war, mich im Gefängnis zu isolieren. Sie haben mich nicht nur mit der Haft bestraft, sondern auch, indem sie mich vollkommen isolierten, mir ständig nachspionierten und mich besonders grausam und gemein behandelten: sie haben versucht, mich in Verzweiflung zu treiben und mich dazu zu bringen, meine Taten zu bereuen. Ich wurde achtzehn Jahre lang geheim und elfeinhalb davon in totaler Isolierung gehalten. Im ersten Jahr brachten sie Kameras in meiner Zelle an. Sie ließen drei Jahre lang das Licht brennen! Ihre Spione schlugen mich immer wieder, sie ließen mich nicht schlafen. Sie unterzogen mich einer barbarischen Behandlung ; sie versuchten, mich zu zerbrechen. Mein Ziel war es auszuhalten, zu überleben. Und ich habe es geschafft! …

Silvia Cattori: Zum Glück hat man Sie nicht kurzerhand aufgehängt, wie es der ehemalige Justizminister Tommy Lapid forderte. Sie haben ausgehalten, und Sie wurden am 21. April 2004 freigelassen. Da waren Sie genau fünfzig Jahre alt.

Mordechai Vanunu: Sie haben mich freigelassen, weil ich die achtzehn Jahre, zu denen ich verurteilt wurde, abgesessen hatte. Sie wollten mich töten. Aber letztlich hat die israelische Regierung beschlossen, es nicht zu machen.

Silvia Cattori: Im April 2004 haben die Fernsehsender Ihre Entlassung gezeigt. Die Welt hat erfahren, wa s Ihnen passiert war. Sie sind glücklich, entschlossen und kämpferisch aufgetreten: alles andere als ein gebrochener Mensch …

Mordechai Vanunu: Nach achtzehn Jahren Gefangenschaft, in denen mir alles verboten war, ist es ein großer Augenblick gewesen, das Gefängnis zu verlassen, mit der ganzen Welt zu sprechen, zu feiern …

Silvia Cattori: Ihre Kerkermeister haben es also nicht geschafft, Sie geistig zu zerbrechen?

Mordechai Vanunu: Nein, absolut nicht. Mein Ziel war es, raus zu kommen und mit der ganzen Welt zu sprechen. Ich wollte den israelischen Behörden zu verstehen geben, dass sie gescheitert waren. Mein Ziel war es zu überleben, und das war mein größter Sieg über diese ganzen Spionage-Organisationen. Sie haben es geschafft, mich zu kidnappen, mich vor ihre Gerichte zu zerren, mich insgeheim achtzehn Jahre lang  im Gefängnis zu behalten … und ich habe das alles überlebt. Ich habe gelitten, klar; aber ich habe überlebt. Trotz all ihrer Verbrechen bin ich noch am Leben, und meine Gesundheit ist sogar in einem exzellenten Zustand. Ich habe eine kräftige Konstitution, der ich sicherlich mein Überleben  zu verdanken habe.

Silvia Cattori: Was hat Ihnen geholfen durchzuhalten?

Mordechai Vanunu: Meine Entschlossenheit. Ich bin immer davon überzeugt gewesen, dass ich Recht hatte, das zu machen, was ich gemacht habe. Mein Wille, ihnen verstehen zu geben, dass ich weiter am Leben bleibe, was auch immer sie machen, um mich zu bestrafen.

Silvia Cattori: Was ist das größte Hindernis, mit dem Sie zur Zeit konfrontiert werden?

Mordechai Vanunu: Man verbietet mir, Israel zu verlassen. Ich wurde aus dem Gefängnis frei gelassen, aber hier in Israel bin ich in einem großen Gefängnis. Ich möchte dieses Land verlassen, meine Freiheit in der weiten Welt genießen. Ich habe die israelische Macht satt. Die Armee kann mich jederzeit verhaften und bestrafen. Ich fühle, dass ich ihnen ausgeliefert bin. Ich würde so gerne weit, sehr weit von hier entfernt leben.
Silvia Cattori: Wann wird Israel Ihnen die Erlaubnis geben, das Land zu verlassen?
Mordechai Vanunu : Ich weiß es nicht. Sie haben mir verboten, ein Jahr lang Israel zu verlassen. Ein Jahr ist vergangen, sie haben das Verbot um ein Jahr verlängert. Die Frist läuft im April aus. Aber sie können das Verbot verlängern, so oft sie wollen …

Silvia Cattori: Wie schätzen Sie den nuklearen Nichtverbreitungsvertrag ein, da Israels „nukleare Doppeldeutigkeit“ toleriert wird, während der Iran ständig unter Druck gesetzt wird, obwohl er ein Land ist, das sich den Inspektionen unterzieht?

Mordechai Vanunu: Alle Länder müssten für die internationalen Inspektionen offen sein und die Wahrheit sagen über das, was sie gerade in allen ihren nuklearen Anlagen heimlich treiben. Israel hat den nuklearen Nichtverbreitungsvertrag nicht unterzeichnet. Fast 180 Länder haben es gemacht, darunter alle arabischen Länder. Ägypten, Syrien, Libanon, der Irak, Jordanien …: Alle Nachbarländer Israels haben den Inspektionen der IAEO ihre Grenzen geöffnet. Es ist das einzige Land, das sich geweigert hat, den nuklearen Nichtverbreitungsvertrag zu unterzeichnen. Die Vereinigten Staaten und Europa müssten erst einmal den israelischen Fall klären. Israel muss wie alle anderen Länder behandelt werden. Wir müssen mit der Heuchelei aufhören und Israel dazu zwingen, den nuklearen Nichtverbreitungsvertrag zu unterzeichnen und den Inspekteuren der IAEO freien Zugang zum Dimona-Zentrum zu gestatten.

Silvia Cattori : Der Iran, der die Verpflichtungen und die Inspektionen der UNO akzeptiert, wird ständig mit Sanktionen bedroht. Israel besitzt nukleare Waffen und lehnt jede Inspektion der IAEO ab und wird nicht verfolgt. Warum lassen sich die Vereinigten Staaten und Europa auf dieses zweierlei Maß der Dinge ein?

Mordechai Vanunu: Ja, es ist sogar noch schlimmer als das, was Sie sagen: Israel wird nicht nur geschont, dem Land wird sogar heimlich geholfen. Es gibt eine geheime Kooperation zwischen Israel, Großbritannien, Frankreich und den Vereinigten Staaten. Diese Länder haben beschlossen, die nukleare Macht Israels zu entwickeln, damit es eine Kolonialmacht in der arabischen Welt wird. Sie helfen Israel, weil sie wollen, dass diese Kolonialmacht ihnen zu Diensten steht, um den Mittleren Osten zu kontrollieren, sich die Ölreserven anzueignen und die Araber in einem Zustand der Unterentwicklung und brüdermörderischer Konflikte halten zu können. Das ist der Hauptgrund für diese Kooperation.

Silvia Catttori: Stellt der Iran denn keine Gefahr dar, wie es die Israelis und Amerikaner behaupten?

Mordechai Vanunu: Da der Iran unter Kontrolle der IAEO-Inspekteure steht, stellt er keine Gefahr dar. Die westlichen Experten kennen das Nuklearprogramm des Irans genau. Im Gegensatz zu dem Israels, das niemanden seine Atomanlagen betreten lässt. Deshalb hat der Iran beschlossen, sich vorzuwagen und der ganzen Welt zu sagen: „Sie können nicht mehr Transparenz von uns verlangen und gleichzeitig die Augen verschließen vor dem, was in Israel passiert!“ Alle Araber sehen seit vierzig Jahren, dass Israel Atombomben hat und dass niemand etwas dagegen unternimmt. Solange die Welt die Atomwaffen Israels weiter ignoriert, hat sie kein Recht, dem Iran irgend etwas zu sagen. Wenn die Welt wirklich besorgt ist und wenn sie der Verbreitung von Atomwaffen ehrlich ein Ende setzen will, muss sie am Anfang beginnen, nämlich: in Israel!

Quelle: Réseau Voltaire

Original auf Englisch

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„… die französiche Republik in eine Bananenrepublik verwandelt …“

„Sarkozy unter BHL“: eine nicht entsicherte Handgranate im Hof des Elysée-Palastes!“
Interview mit Roland Dumas* und Jacques Vergès**         
Das Gespräch führte Gilles Meunier.

Etwas ist faul im Staate Frankreich! Man erwartete die Enthüllungen von Saif al-Islam über die von Libyen finanzierte Wahlkampagne Nicolas Sarkozys …
Statt dessen tauchte zum gleichen Thema der Fall Bettencourt auf, ein politisch-fiskaler Skandal um die größte Anteilseignerin der Firma L’Oréal, anschließend eine Flut der Enthüllungen über die Übergabe von Banknotenkoffern, die von afrikanischen Präsidenten stammend durch den Anwalt der Françafrique,  Robert Bourgi (der gestanden hat, Koffer getragen zu haben), an französische Politiker jeglicher Couleur verteilt wurden. In dieser Untergangsstimmung wird man mit Vergnügen das Pamphlet von Jacques Vergès et Roland Dumas lesen, die die niederträchtigen Hintergründe des Sturzes von Oberst Gaddafi gut kennen. Ein Pamphlet, das sich in einem Zug durchlesen lässt.

Afrique Asie: Das Pamphlet, das sie gerade veröffentlicht haben, „Sarkozy unter BHL“ ist eine schonungslose Kritik der Macht des Geldes in der Politik. Geld und Politik haben immer zusammengearbeitet, außer vielleicht in manchen sozialistischen Ländern. Was hat die Präsidentschaft Sarkozys in dieser Beziehung Neues gebracht?

Roland Dumas: Die Macht des Geldes gab es schon immer. In jedem Jahrhundert. In allen Regimen. Es ist traurig zu sehen, dass eine große Demokratie bzw. eine, die sich dafür hält, wie die französische Republik, einem solchen Phänomen in zehnfachem Maße ausgeliefert ist …
Die Enthüllungen, die jeden Tag ans Licht kommen, sind in der Beziehung beispielhaft, doch die „Françafrique“ besteht nicht nur aus einem Geld- oder einem Banknotenkoffer-Problem. Man hat es hier mit einer Methode zu tun, die uns um Jahrhunderte zurückwirft und die auf Militäraktionen, kurz, auf dem Kolonialismus beruht: “Ein Regime gefällt uns nicht, es wird ausgewechselt, ein neues wird installiert.“ Kann man das einen Fortschritt nennen?

Jacques Vergès: Die Präsidentschaft Sarkozys bringt etwas Neues in die Beziehungen zwischen Macht und Geld, und zwar die übermäßige Verbreitung des „schmutzigen Geldes“ und die daraus entstehende Korruption, die die französische Republik in eine Bananenrepublik verwandelt. Seine Beziehungen zu den afrikanischen und arabischen Ländern finden nicht mehr durch Diplomaten statt, sondern durch fragwürdige Geschäftemacher.

Afrique-Asie: Sie greifen „Lévy d’Arabie“ an … Bernard-Henry Lévy. Ist es das erste Mal in der Republik, dass ein Intellektueller eine solche Macht in der Öffentlichkeit besitzt? Kann man seinen Einfluss mit dem eines Jacques Attali unter François Mitterrand oder mit dem einer Marie-France Garaud unter Georges Pompidou und später unter Jacques Chirac vergleichen?

Jacques Vergès: Man kann die diskreten Rollen, die Herr Attali unter dem Präsidenten Mitterrand oder Frau Garaud unter Georges Pompidou spielten, mit der Rolle eines Entscheidungsträgers, die Herr Lévy bei Sarkozy spielt, nicht vergleichen. Präsident Sarkozy erklärt die in Pariser Hotels stattfindenden, geheimen Zusammenkünfte zwischen Herrn Lévy und libyschen Emissären für rechtsgültig.

Roland Dumas: Es ist wohl das erste Mal, dass ein so mittelmäßiger Intellektueller wie Herr Bernard-Henry Lévy eine so wichtige Rolle in der Republik spielt. Man kann ihn weder mit Jacques Attali, der eine Institution in der Republik war, noch mit Marie-France Garaud, die eine persönliche Beziehung zu Georges Pompidou hatte, vergleichen. Die ungewöhnliche Stellung des Herrn BHL hat weder mit dem einen noch mit der anderen etwas zu tun. Er ist ein Niemand in der Republik. Er setzt sich durch. Er wirbelt umher. Er macht sich wichtig.

Afrique Asie: In Libyen besetzt der Übergangsrat Tripolis. Wie steht es mit der Klage wegen Kriegsverbrechen, die sie gegen Nicolas Sarkozy erheben wollten?

Jacques Vergès: Diese Klage wartet darauf, dass Herr Sarkozy nicht mehr in der Lage ist, diese Klage zu verhindern.

Afrique Asie: Nach Libyen droht Sarkozy Syrien und dem Iran. Wo wird er aufhören?

Jacques Vergès: Herr Sarkozy ist unverantwortlich. Mittlerweile ist er zu jedem Wahnsinn in der Lage, außer das französische Volk steckt ihn zuvor in eine Zwangsjacke.

Roland Dumas: Genau das besorgt uns. Die Drohungen gegen Syrien sind eindeutig. Sie sind ernst zu nehmen. Die Drohungen gegen den Iran existieren. Man hat das Gefühl, dass alles gemacht wird, um den Nahen-Osten in Brand zu setzen. Womit stehen diese Bedrohungen in Verbindung? Ich kann die aktuelle Lage nicht trennen von dem, was mit den Palästinensern in der UNO passiert.
Die Menschheit entwürdigt sich, indem sie das palästinensische Volk fallen lässt. Dabei ist es vernünftig und friedlich. Es verlangt für sich, was die Israelis ihrerseits bekommen haben.

Afrique Asie: Sind wir im Grunde genommen nicht dabei, nach den Stürzen von Saddam Hussein, Laurent Gbagbo und Oberst Gaddafi eine beschleunigte Wiederkehr des Kolonialismus zu erleben?

Roland Dumas: Ganz genau. Wir erleben nicht nur eine beschleunigte Rückkehr des Kolonialismus, sondern eine Rückkehr des Kolonialismus in einer verstärkten, multiplizierten Form mit enormen Mitteln. Wird man eines Tages den Preis der Afghanistan und Libyen-Kampagnen erfahren? Das französische Volk hat das Recht, das zu wissen. Ist es nicht angebracht, zu einem Zeitpunkt, zu dem sich alles um die Krise dreht, die Frage der Kosten unnötiger und monströser Kriege zu stellen?

Jacques Vergès: Es ist offensichtlich, dass die Politik des Herrn Sarkozy eine Rückkehr des Kolonialismus zu einem Zeitpunkt einläutet, in dem Frankreich und der gesamte Westen nicht mehr die Mittel dazu haben. Er kann die Regierungen stürzen, aber er kann die Ordnung danach nicht gewährleisten.

Afrique Asie: Denken Sie, dass Algerien das nächste „zu zerbrechende Land“ auf der Liste ist?

Roland Dumas: Warum nicht. Der Streit zwischen Frankreich und Algerien dauert an. Wenn man bedenkt, dass die Franzosen dem Verhandlungsvorschlag für einen Freundschaftsvertrag mit Algerien noch nicht zugestimmt haben, weil zu viele Wunden noch nicht verheilt sind … Es ist alles zu befürchten für Algerien, aber für Herrn Sarkozy wäre es ein ganz anderer „Brocken“ …

„Sarkozy unter BHL“, von Roland Dumas und Jacques Vergès (Ed.  Pierre-Guillaume de Roux) – 126 Seiten – 13,90 Euro.

*   Roland Dumas (* 23. August 1922 in Limoges) ist ein französischer Rechtsanwalt und Politiker.
** Jacques Vergès (* 5. März 1925 in Ubon, Thailand) ist ein französischer Rechtsanwalt.

Quelle: http://www.france-irak-actualite.com/

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Libyen (August 2011): Muammar Gaddafi schreibt einen Bief an Hugo Chavéz

 

  Das libysche Volk und ich persönlich, wünschen Ihnen Gesundheit und beten zu Gott, dass er Ihnen baldige Genesung schenkt, damit Sie zügig voranschreiten können in der Leitung der venezolanischen Nation und im Zusammenschluss der Vereinten Staaten von Lateinamerika und der Karibik, den Fußspuren des vorbildlichen Simón Bolívar folgend.
  Lieber Bruder, Sie kennen das Ausmaß und die Einzelheiten der Verschwörung, die sich gegen mein Land richtet. Sie (A. d. Ü.: die Angreifer) wollen es unterjochen, seinen Reichtum kontrollieren und seine internationalen Beziehungen sabotieren. Sie wollen die Schaffung eines Raums verhindern, in welchem sich Lateinamerika, die Karibik, Afrika und Asien vereinen, um Weltstabilität zu erreichen.
  Sie wollen die revolutionäre Position des lybischen Volkes zur Unterstützung der lateinamerikanischen und karibischen Nationen zerbrechen. Sie wollen die Durchführung des dritten Gipfeltreffens der lateinamerikanischen und afrikanischen Staaten in Tripolis/Libyen vereiteln.
  Ihr (A. d. Ü.: Chávez) Urteil in der Einschätzung dieses gigantischen Verrats war glasklar und explizit. Ich schätze Ihre Meinung, die dem lybischen Volk den Rücken stärkt, sehr hoch ein, ebenso wie die Meinungen der anderen revolutionären Führer aus der lateinamerikanischen und karibischen Region. Wir hoffen, dass uns diese Hilfe, die unsere Bastionen gefestigt hat, auch künftig zuteil wird.
  Mein lieber Bruder, wir verfolgen mit tiefer Besorgnis die Handlungen mancher Staaten, die der sogenannten „Libyen-Verbindungsgruppe“ angehören und sich insofern vom Sicherheitsrat der UNO abtrennen, dass sie den sogenannten „nationalen Übergangsrat“ als legitimen Repräsentanten des libyschen Volkes erkannt haben und somit die unwiderlegbare Tatsache leugnen, dass die Libyer diesen „nationalen Übergangsrat“ weder benannt noch gewählt, noch erlaubt haben.
  Was diese Staaten individuell gemacht haben, sowie der Inhalt ihrer Abschlusserklärung in der 4. Versammlung, die am 15. Juni 2011 in Istanbul stattfand, stellt ein äußerst gefährliches Verhalten für die Souveränität, territoriale Integrität und nationale Einheit Libyens dar.
  Sie wissen, dass dieses Verhalten in keiner Weise die enormen Bemühungen (in erster Linie die der afrikanischen Initiative), um eine pazifistische und politische Lösung des libyschen Falls zu finden, fördern wird.
  Deshalb setzen wir viele Hoffnungen auf Ihre Verurteilung dieses Verhaltens, das einen gefährlichen Präzedenzfall in den internationalen Beziehungen darstellt.
  Bitte akzeptieren Sie, verehrter Bruder im Kampf, meinen Ausdruck von Hochachtung und Respekt.


Muammar Gaddafi.

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