Alain Soral über den Feminismus

Die Untertitel als Text

Man muss zwischen „Feminismus“, „Frau“ und „Weiblichkeit“ genau unterscheiden.
Der Feminismus ist eine politische Bewegung. Ähnlich wie der Marxismus, der behauptet, die Geschichte bestehe aus einem Klassenkampf, behauptet der Feminismus, die Geschichte bestehe aus einem „Geschlechterkampf“.
Das Ziel der Geschichte sei es, die Frauen von der Unterdrückung der Männer zu befreien. Das ist eine Weltanschauung, die ich als „Opfer-Kommunitarismus“ bezeichne, das heißt eine einseitig determinierte Sichtweise, die behauptet, dass die Frauen an sich von den Männern unterdrückt sind und befreit werden müssen.
Das ist die erste seriöse Definition des Feminismus.
Die oftmals legitimen feministischen Forderungen nach einer Befreiung der Frau werden manipuliert, um sie der Konsum- und Arbeitnehmergesellschaft zur Verfügung zu stellen, was ein und dasselbe ist.
Um zu kaufen, ist ein Gehalt nötig. Die feministischen Forderungen nach Befreiung wurden benutzt, um die Frauen zum bezahlten Arbeiten zu bringen, um aus ihnen Arbeitnehmerinnen und Konsumentinnen zu machen.
Es hat in den USA mit der „Theorie der neuen Frau“ angefangen, die die Frauen dazu brachte, den häuslichen Herd, der keine direkte Kaufkraft bietet, zu verlassen und Schuldgefühle zu entwickeln, so dass die Frauen sich bewusst werden bzw. ihr Bewusstsein dazu gebraucht wird zu denken, dass Hausfrau, Ehefrau und Mutter ein Verlust, ein Schmerz und eine Erniedrigung ist.
Das führt dazu, dass die Frauen von der Machtsphäre ihres Mannes zur Machtsphäre ihres Chefs überreicht werden, was ziemlich zweideutig ist zweifelhaft.
Schließlich führt der feministische Kampf zu einer doppelten Unterdrückung, in der die Frauen sowohl ihrem Mann als auch ihrem Chef ausgesetzt sind!
Das ist der so genannte „doppelte Arbeitstag“, das heißt gleichzeitig Mutter und Arbeitnehmerin sein, was den Alltag der Frauen vor allem in den Volksschichten häufig verschlechtert hat, statt ihn zu verbessern.
Dasführt zu einer weiteren Feststellung, nämlich, dass der Feminismus die Klassenunterschiede nicht berücksichtigt, weil es die Frauen der Bourgeoisie waren, die Interesse an der feministischen Emanzipation hatten und diese haben diese Tatsache selten erkannt. Drei von vier feministischen Kämpferinnen sind Großbürgerinnen, die versuchen sich von der Rolle als „Hausfrau“ oder „ausgehaltene Frau“ oder „Mutter“ befreien wollen, um die Zivilgesellschaft zu gelangen, die in ihren Augen mehr, bzw. interessante Berufe bietet. Sie können Anwältin, Forscherin, Buchhändlerin usw. werden. Während es bei den Volksschichten bedeutet, nicht nur Hausfrau und Mutter zu sein, sondern beispielsweise auch Fließbandarbeiterin.
Interessant dabei ist, dass bei den Volksschichten die Befreiung der Frau darin besteht, dem Produktionsimperativ, der Arbeitswelt zu entkommen, um eventuell eine ausgehaltene beziehungsweise eine Hausfrau zu werden, was ein Wunsch und ein Luxus für die Frauen der Volksschichten ist, nämlich dem Produktionsimperativ der Arbeit zu entkommen, während in der Bourgeoisie die Arbeit ein Mittel ist, damit die Dame des Hauses der Langeweile entkommt, um Zugang zu einem interessanteren Sozialleben mit interessanten Berufen zu haben.
Es gibt also einen Gegensatz zwischen dem, was die Frau aus der Bourgeoisie und dem, was die Frau aus den Volksschichten unter „Befreiung“ versteht. Dem Feminismus ist dieser Widerspruch nur selten aufgefallen.
Die meisten feministischen Führerinnen sind Frauen aus der Bourgeoisie. Er entspringt der Sensibilität einer linken Großbürgerin.
Das habe ich in meinen Untersuchungen festgestellt und ich glaube nicht, dass man diese Schlüsse bestreiten kann, die aber oft kritisiert wurden, und zwar nicht mit Argumenten, sondern mit Unterstellungen: es handele sich um Macho-Benehmen, um Verachtung der Frauen usw.
Für eine Frau ist es möglich zu arbeiten, wenn jemand sich um ihre Kinder im Babyalter kümmert. Man vergisst oft, dass sich hinter der emanzipierten, feministischen Frau eine andere Frau verbirgt, die einer doppelten Belastung ausgeliefert ist: beispielsweise die Putzfrau oder die Babysitterin, die sich sowohl um die Kinder der emanzipierten Großbürgerin als auch um ihre eigenen kümmert. Die Befreiung der Frauen findet oft unausgesprochen auf Kosten anderer Frauen statt, die einer doppelten Belastung ausgesetzt sind.
Das Problem, wenn man Kinder auf die Welt bringt, sie erzieht und gleichzeitig arbeitet, ist, dass die Arbeitszeit multipliziert wird, während die Tage nicht dehnbar sind und weder Frauen noch Männer überall zugleich sein können. Die Frage ist also: Wie stellt man das an? Was macht man mit seinen Kindern im Babyalter, wenn man acht Stunden/Tag arbeiten muss? Es gibt Frauen, die sich eine Babysitterin leisten können, um arbeiten zu gehen. Das heißt, dass ihr Gehalt höher sein muss als das, was die Babysitterin kostet. Doch für die Frauen der Volksschichten würde eine Frau, die sich um ihre Kinder kümmert, mehr kostet als das, was sie selbst verdienen. Es ist also keine freie Wahl, sondern eine Frage der Klassenposition. Im Endeffekt sind die Frauen der Volksschichten dadurch zu einem „doppelten Arbeitstag“ verurteilt.
Das „Recht auf Arbeit“ ist irreführend, heutzutage herrscht die „Pflicht zu arbeiten“. Kaum ein Paar kann heutzutage von einem einzigen Gehalt leben, was übrigens der Beweis für einen sozialen Rückschritt ist. In den Arbeiter- oder Angestelltenfamilien sind zwei Löhne nötig, um eine Familie zu ernähren.
In den Volksschichten ist mit dem Arbeiten aufzuhören ein Luxus: die Frau ist gezwungen zu arbeiten. Die Feministinnen stellen das „Recht zu arbeiten“ als eine hart erkämpfte Errungenschaft dar, dabei handelt es sich um eine Arbeitspflicht. Erstens ist es eine Pflicht und zweitens wird es von der Konsumgesellschaft so gewollt, da die Konsumgesellschaft den Markt immer erweitern will, braucht sie immer mehr Arbeitnehmer und immer mehr Kaufkräfte, braucht sie die Konsumfähigkeit.
Das, was die Feministinnen als eine hart erkämpfte Errungenschaft darstellen, war in Wirklichkeit von der Konsumgesellschaft gewollt, nämlich die Frauen auf den Arbeits- und Konsummarkt zu bringen. Deshalb sind die Feministinnen, die nie zahlreich gewesen sind, immer von den Medien und der Macht unterstützt worden, ganz anders als die wahren, sozialen und unisexen Kämpfe, weil sie, ohne es zu merken, den Interessen der Konsumgesellschaft dienten. Deshalb meine ich, dass die Feministinnen im Nachhinein als nützliche Idiotinnen der Konsum- und flächendeckenden Arbeitnehmergesellschaft erscheinen. Überall wo der Feminismus stärker wird, wird der Klassenkampf, beziehungsweise das Bewusstsein des Klassenkampfes schwächer. Der Feminismus ist dadurch ziemlich zweideutig. Je liberaler, je „bobohafter“[bobo = bourgeois-bohême] und kleinbürgerlicher die Gesellschaft wird und je größer die Reichtumsunterschiede werden, desto präsenter werden die Feministinnen und desto mehr Macht bekommen sie. Das lässt sich immer wieder feststellen.
Demzufolge denke ich, dass die Feministinnen leider die Rolle der nützlichen Idiotinnen und manchmal der Kollaborateurinnen in dieser Geschichte spielen. Ich habe einen großen Respekt für viele Frauen, die übrigens nie Feministinnen sind.
Sogar Marguerite Yourcenar machte sich über die Feministinnen lustig, weil sie sich dieser Falle bewusst war. Die hochintelligenten Frauen, die sich ihrer Weiblichkeit bewusst sind und die für ihre Freiheit kämpfen, haben immer die Lügen, die Naivität und die Dummheit des rein feministischen Kampfes angeprangert. Und selbst eine feministische Heldin wie Frau Halimi hat ein spätes Buch geschrieben, in dem sie zugibt, dass sie Feministin gewesen ist, um ihren Vater zu ärgern und dass es eigentlich um eine großbürgerliche Ödipusgeschichte geht.
Der Feminismus beschränkt sich oft auf eine ödipusartige und großbürgerliche Abrechnung. Das beste Beispiel dafür ist Simone de Beauvoir. Simone de Beauvoir liefert den Beweis, dass der Feminismus Scheiße ist. Voll und ganz! Ihre Beziehung zu ihrer Familie, ihre Beziehung zu Sartre, ihre Beziehung zur Linken, ihre Beziehung zu den Männern … Es ist von einer Naivität … es ist kleinlich, bösartig und unehrlich!
Ich wünsche mir, dass diejenigen, die sich für den Feminismus interessieren, so ehrlich sind und mal untersuchen, wofür Simone de Beauvoir steht. Was ihr philosophisches Schaffen, ihr politisches Engagement, ihre mondäne Zweideutigkeit angeht … das ist alles nicht sehr erfreulich! Da ist mir Louise Michel noch lieber.

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Über Franz Doc

Übersetzer.
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5 Antworten zu Alain Soral über den Feminismus

  1. WikiMANNia schreibt:

    Die Befreiung der Frauen findet oft unausgesprochen auf Kosten anderer Frauen statt
    – Feministinnen als nützliche Idiotinnen der Konsumwirtschaft

    Man muss zwischen „Feminismus“, „Frau“ und „Weiblichkeit“ genau unterscheiden.
    Der Feminismus ist eine politische Bewegung. Ähnlich wie der Marxismus, der behauptet, die Geschichte bestehe aus einem Klassenkampf, behauptet der Feminismus, die Geschichte bestehe aus einem „Geschlechterkampf“.
    Das Ziel der Geschichte sei es, die Frauen von der Unterdrückung der Männer zu befreien. Das ist eine Weltanschauung, die ich als „Opfer-Kommunitarismus“ bezeichne, das heißt eine einseitig determinierte Sichtweise, die behauptet, dass die Frauen an sich von den Männern unterdrückt sind und davon befreit werden müssen.
    Das ist die erste seriöse Definition des Feminismus.
    Die oftmals legitimen, feministischen Forderungen nach einer Befreiung der Frauen werden manipuliert, um sie zur Verfügung der Konsum- und Arbeitnehmergesellschaft zu stellen, was ein und dasselbe ist.
    Um zu kaufen, ist ein Gehalt nötig. Die feministischen Forderungen nach Befreiung wurden benutzt, um die Frauen zum bezahlten Arbeiten zu bringen, um aus ihnen Arbeitnehmerinnen und Konsumentinnen zu machen.
    Es hat in den USA mit der „Theorie der neuen Frau“ angefangen, die die Frauen dazu brachte, den häuslichen Herd, der keine direkte Kaufkraft bietet, zu verlassen und Schuldgefühle zu entwickeln, so dass die Frauen sich bewusst werden bzw. ihr Bewusstsein dazu gebraucht wird zu denken, dass Hausfrau, Ehefrau und Mutter ein Verlust, ein Schmerz und eine Erniedrigung ist.
    Das führt dazu, dass die Frauen von der Machtsphäre ihres Mannes zur Machtsphäre ihres Chefs überreicht werden, was ziemlich zweideutig ist.
    Schließlich führt der feministische Kampf zu einer doppelten Unterdrückung, in der die Frauen sowohl ihrem Mann als auch ihrem Chef ausgesetzt sind!
    Das ist der so genannte „doppelte Arbeitstag“, das heißt gleichzeitig Mutter und Arbeitnehmerin sein, was den Alltag der Frauen vor allem in den Volksschichten häufig verschlechtert hat, anstatt ihn zu verbessern.
    Das bringt eine weitere Feststellung hervor, nämlich, dass der Feminismus die Klassenunterschiede nicht berücksichtigt, weil es die Frauen der Bourgeoisie waren, die Interesse an der feministischen Emanzipation hatten und diese haben diese Tatsache selten erkannt. Drei von vier feministischen Kämpferinnen sind Großbürgerinnen, die versuchen sich von der Rolle als „Hausfrau“ oder „ausgehaltene Frau“ oder „Mutter“ befreien wollen, um die Zivilgesellschaft zu gelangen, die in ihren Augen mehr, bzw. interessante Berufe bietet. Sie können Anwältin, Forscherin, Buchhändlerin usw. werden. Während es bei den Volkschichten bedeutet, nicht nur Hausfrau und Mutter zu sein, sondern beispielsweise auch Fließbandarbeiterin.
    Interessant dabei ist, dass bei den Volksschichten die Befreiung der Frau darin besteht, dem Produktionsimperativ, der Arbeitswelt zu entkommen, um eventuell eine ausgehaltene beziehungsweise eine Hausfrau zu werden, was ein Wunsch und ein Luxus für die Frauen der Volksschichten ist, nämlich dem Produktionsimperativ der Arbeit zu entkommen, während in der Bourgeoisie die Arbeit ein Mittel ist, damit die Dame des Hauses der Langeweile entkommt, um Zugang zu einem interessanteren Sozialleben mit interessanten Berufen zu haben.
    Es gibt also einen Gegensatz zwischen dem, was die Frau aus der Bourgeoisie und dem, was die Frau aus den Volksschichten unter „Befreiung“ versteht. Dem Feminismus ist dieser Widerspruch nur selten aufgefallen.
    Die meisten feministischen Führerinnen sind Frauen aus der Bourgeoisie. Es entspringt der Sensibilität einer linken Großbürgerin.
    Das habe ich in meinen Untersuchungen festgestellt und ich glaube nicht, dass man diese Schlüsse bestreiten kann, die aber oft kritisiert wurden, und zwar nicht mit Argumenten, sondern mit Unterstellungen: es handele sich um Macho-Benehmen, um Verachtung der Frauen usw.
    Für eine Frau ist es möglich zu arbeiten, wenn jemand sich um ihre Kinder im Babyalter kümmert. Man vergisst oft, dass sich hinter der emanzipierten, feministischen Frau eine andere Frau verbirgt, die einer doppelten Belastung ausgeliefert ist: Beispielsweise die Putzfrau oder die Babysitterin, die sich sowohl um die Kinder der emanzipierten Großbürgerin als auch um ihre eigenen kümmert. Die Befreiung der Frauen findet oft unausgesprochen auf Kosten anderer Frauen statt, die einer doppelten Belastung ausgesetzt sind.
    Das Problem, wenn man Kinder auf die Welt bringt, sie erzieht und gleichzeitig arbeitet, ist, dass die Arbeitszeit multipliziert wird, während die Tage nicht dehnbar sind und weder Frauen noch Männer überall zugleich sein können. Die Frage ist also: Wie stellt man das an? Was macht man mit seinen Kindern im Babyalter, wenn man acht Stunden/Tag arbeiten muss? Es gibt Frauen, die sich eine Babysitterin leisten können, um arbeiten zu gehen. Das heißt, dass ihr Gehalt höher sein muss als das, was die Babysitterin kostet. Doch für die Frauen der Volksschichten würde eine Frau, die sich um ihre Kinder kümmert, mehr kostet als das, was sie selbst verdienen. Es ist also keine freie Wahl, sondern eine Frage der Klassenposition. Im Endeffekt sind die Frauen der Volksschichten dadurch zu einem „doppelten Arbeitstag“ verurteilt.
    Das „Recht auf Arbeit“ ist irreführend, heutzutage herrscht die „Pflicht zu arbeiten“. Kaum ein Paar kann heutzutage von einem einzigen Gehalt leben, was übrigens der Beweis für einen sozialen Rückschritt ist. In den Arbeiter- oder Angestelltenfamilien sind zwei Löhne nötig, um eine Familie zu ernähren.
    In den Volksschichten ist mit arbeiten aufzuhören ein Luxus: die Frau ist gezwungen zu arbeiten. Die Feministinnen stellen das „Recht zu arbeiten“ als eine hart erkämpfte Errungenschaft dar, dabei handelt es sich um eine Arbeitspflicht. Erstens ist es eine Pflicht und zweitens wird es von der Konsumgesellschaft so gewollt, da die Konsumgesellschaft den Markt immer erweitern will, braucht sie immer mehr Arbeitnehmer und immer mehr Kaufkräfte, die Konsumfähigkeit.
    Das, was die Feministinnen als eine hart erkämpfte Errungenschaft darstellen, war in Wirklichkeit von der Konsumgesellschaft gewollt, nämlich die Frauen auf den Arbeits- und Konsummarkt zu bringen. Deshalb sind die Feministinnen, die nie zahlreich gewesen sind, immer von den Medien und der Macht unterstützt worden, ganz anders als die wahren, sozialen und unisexen Kämpfen, weil sie ohne es zu merken den Interessen der Konsumgesellschaft dienten. Deshalb meine ich, dass die Femistinnen im Nachhinein als nützliche Idiotinnen der Konsum- und flächendeckenden Arbeitnehmergesellschaft erscheinen. Überall wo der Feminismus stärker wird, wird der Klassenkampf, beziehungsweise das Bewusstsein des Klassenkampfes schwächer. Der Feminismus ist dadurch ziemlich zweideutig. Je liberaler, je „bobohafter“ [bobo = bourgeois-boheme] und kleinbürgerlicher die Gesellschaft wird und je größer die Reichtumsunterschiede werden, desto präsenter werden die Feministinnen und desto mehr Macht bekommen sie. Das lässt sich immer wieder feststellen.
    Demzufolge denke ich, dass die Feministinnen leider die Rolle der nützlichen Idiotinnen und manchmal der Kollaborateurinnen in dieser Geschichte spielen. Ich habe einen großen Respekt für viele Frauen, die übrigens nie Feministinnen sind.
    Sogar Marguerite Yourcenar machte sich über die Feministinnen lustig, weil sie sich dieser Falle bewusst war. Die hochintelligenten Frauen, die sich ihrer Weiblichkeit bewusst sind und die für ihre Freiheit kämpfen, haben immer die Lügen, die Naivität und die Dummheit des rein feministischen Kampfes angeprangert. Und selbst eine feministische Heldin wie Frau Halimi hat ein spätes Buch geschrieben, in dem sie zugibt, dass sie Feministin gewesen ist, um ihren Vater zu ärgern und dass es eigentlich um eine großbürgerliche Ödipusgeschichte geht.
    Der Feminismus beschränkt sich oft auf eine ödipusartige und großbürgerliche Abrechnung. Das beste Beispiel dafür ist Simone de Beauvoir. Simone de Beauvoir liefert den Beweis, dass der Feminismus Scheiße ist. Voll und ganz! Ihre Beziehung zu ihrer Familie, ihre Beziehung zu Sartre, ihre Beziehung zur Linken, ihre Beziehung zu den Männern … Es ist von einer Naivität … es ist kleinlich, bösartig und unehrlich!
    Ich wünsche mir, dass diejenigen, die sich für den Feminismus interessieren, so ehrlich sind und mal untersuchen, wofür Simone de Beauvoir steht. Was ihr philosophisches Schaffen, ihr politisches Engagement, ihre mondäne Zweideutigkeit angeht … das ist alles nicht sehr erfreulich! Da ist mir Louise Michel noch lieber.

  2. Carl Jung schreibt:

    Was soll ich sagen? Ich bin fasziniert! Fasziniert vom Inhalt. Fasziniert von der Sprache. Fasziniert von der Klarheit. Toll!

  3. Franz Doc schreibt:

    WikiMANNia: Danke für die Mühe!
    Carl Jung: Die Begeisterung freut mich!

  4. Franz Doc schreibt:

    Habe eine korrigierte Fassung des Textes unter das Video gestellt.

  5. lavel schreibt:

    Enorme ! Merci

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